Baumbeet begrünen
Ein Baumbeet oder eine Baumscheibe ist das meist viereckige Stück Boden am unteren Ende des Baumstammes. Oft ist es eingefasst von einer kniehohen Umrandung. Über dieses kleine Stück offenen Bodens erhält der Baum das meiste Wasser. Deshalb ist es erst einmal wichtig, sie von Unrat wie Müll oder Hundekot zu befreien, damit der Baum keinen Schaden nimmt.
Wenn ihr die Baumscheibe begrünen möchtet, solltet ihr der Boden direkt um den Baumstamm möglichst nicht verändern. Ungefähr 50 Zentimenter sollten um den Baumstamm immer frei bleiben, da der Baum an dieser Stelle besonders empfindlich ist. In einer Baumscheibe solten auch keine tiefen Grabearbeiten durchgeführt werden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Aber ihr könnt auf dem Rest der Fläche circa fünf bis 10 Zentimeter Erde aufschütten und darin dann Pflanzen setzen oder Samen ausbringen.

Eine begrünte Baumbeet ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern hilft auch dem Baum. So wird er nicht mehr vom Urin der Hunde verätzt. Regenwasser bleibt aufgrund der Bepflanzung in der Baumscheibe und fließt nicht sofort ab. Der Boden kann nun auch länger Feuchtigkeit speichern, weil ihn die Pflanzen mit ihrem Blätterdach vor Austrocknung schützen.
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Berlin e.V. hat eine sehr ansprechende und übersichtliche Broschüre zur Pflege einer Baumscheibe erarbeitet, die zum kostenlosen Download zur Verfügung steht: »Begrünen von Baumscheiben«. Dort wird nicht nur erklärt, weshalb es so wichtig ist, dass die Baumscheiben bepflanzt und von Unrat befreit werden, sondern es werden auch Beispiele für Pflanzensorten gegeben, die auf dem speziellen Untergrund gut wachsen.
So gibt es Pflanzen für schattige Standorte wie Bergenie, Goldnessel, Glockenblume, Immergrün, Johanniskraut, Lungenkraut, Funkie, Waldmeister, Waldsteinie, Lerchensporn oder Lungenkraut, aber auch Pflanzen für halbschattige und sonnige Standorte wie Gundermann, Frauenmantel, Purpurglöckchen, Veilchen, Fetthenne, Dorst, Katzenminze, Lavendel oder Akelei. Ansonsten eigenen sich auch alle anderen einheimischen Stauden, Kräuter und Sommerblumen. Besonders hübsch sind Frühjahrsblüher, die bereits im Herbst in den Boden gebracht werden und dort überwintern, bis sie im Frühling erste bunte Farbtupfer in die graue Stadt zaubern.
